Fragen 2016-12-17T20:16:00+00:00

Fragen und Antworten

Viele Ärzte möchten die Einwilligung der Eltern, weil die Abtreibung ein operativer Eingriff ist, der auch weitreichende Folgen haben kann.

Auf jeden Fall werden die Ärzte ein vertrauliches Gespräch mit der Hilfesuchenden führen.

Es liegt dann im Ermessen des Arztes, wie er entscheidet.

Die Kosten für eine Abtreibung liegen zwischen 350 Euro und 600 Euro.

Die Kosten variieren je nachdem, ob es sich um einen operativen Abbruch (Absaugmethode) oder einen Abbruch mit Mifegyne handelt.

Außerdem wird berechnet, ob der Abbruch unter Vollnarkose oder örtlicher Betäubung, im Krankenhaus oder ambulant durchführen wird.

Ein winzig kleiner Mensch ist kein tierähnliches Wesen, kein Zellklumpen, kein Schwangerschaftsgewebe. Die moderne Wissenschaft beweist, dass die Theorie des Zoologen Ernst Haeckel einer der folgenreichsten Irrtümer der Biologie war.

In seinem »Biogenetischen Grundgesetz« hatte Haeckel 1866 behauptet, dass der Mensch in seiner vorgeburtlichen Entwicklung tierähnliche Stadien durchlaufe. Diese Theorie ist falsch. Der Mensch hat in seiner frühen Entwicklung keine Kiemen und keinen Schwanz.

Heute wissen wir: Der Mensch ist von der Zeugung an unverwechselbar menschlich.

Grundsätzliches Verbot der Abtreibung

Die rechtlichen Regelungen zum Schwangerschaftsabbruch in Deutschland finden sich im § 218 StGB, der so seit 1995 besteht. Schwangerschaftsabbrüche sind in Deutschland grundsätzlich verboten („rechtswidrig“) und werden mit bis zu drei Jahren Haft bestraft.

Ausnahmeregelungen

Bestimmte Ausnahmen sind nach der sog. Beratungsregelung oder einer Indikationsregelung möglich, sofern der Schwangerschaftsabbruch

  • mit Einwilligung der Schwangeren und
  • durch einen Arzt

durchgeführt wird

Das bedeutet: Die Schwangere darf nicht selber abtreiben

Ein Schwangerschaftsabbruch gegen den Willen der Schwangeren oder eine Nötigung zum Schwangerschaftsabbruch sind ebenfalls strafbar.

Nein, er macht sich dadurch strafbar.

Zum Begriff Spätabbruch gibt es keine einheitliche medizinische oder juristische Definition.

Einerseits wird bei einem Abbruch nach der 12. oder 14. SSW p. m. (bzw. nach Ablauf der gesetzlichen Frist gemäß Fristenregelung) von einem Spätabbruch gesprochen. Andererseits wird in der öffentlichen Diskussion ein Schwangerschaftsabbruch oft erst nach der 24. SSW (22. Woche ab Befruchtung) als Spätabbruch bezeichnet, da etwa ab dieser Zeit das Kind außerhalb des Mutterleibes potenziell überlebensfähig ist.