In seinem »Biogenetischen Grundgesetz« hatte Haeckel 1866 behauptet, dass der Mensch in seiner vorgeburtlichen   Entwicklung tierähnliche Stadien durchlaufe. Diese Theorie ist falsch. Der Mensch hat in seiner frühen Entwicklung   keine Kiemen und keinen Schwanz. Heute wissen wir: Der Mensch ist von der Zeugung an unverwechselbar menschlich.  Der weibliche Zyklus beträgt in der Regel ca. 28 Tage. Er kann aber auch 35 Tage oder länger betragen.   Dies ist von Frau zu Frau verschieden.   In der Mitte des Zyklus findet der Eisprung (Ovulation) statt. Manche Frauen spüren während des Eisprungs einen charakteristischen Schmerz, den so genannten Mittelschmerz. Dieser kann je nach Intensität variieren. Die Eizelle mit einem Durchmesser von etwa 0,1 mm wandert durch den Eileiter zur Gebärmutter. Dieser Vorgang dauert etwa drei Tage. In den ersten 12 bis 24 Stunden nach der Ovulation kann das Ei von einem Spermium befruchtet werden. Spermien können jedoch einige Tage im Körper der Frau aktiv bleiben, weshalb die Tage kurz vor dem Eisprung die fruchtbarste Zeit sind. Bei der Befruchtung verschmelzt die weibliche Eizelle mit der männlichen Samenzelle. Nachdem eine Samenzelle in eine Eizelle eingedrungen ist, ändert sich die Eizellmembran und verhindert ein weiteres Eindringen von Samen. Das Geschlecht des Kindes liegt bei der Befruchtung fest. Alle Eizellen enthalten X-Chromosomen. Je nachdem ob eine Samenzelle mit einem X-Chromosom oder eine Samenzelle mit einem Y-Chromosom die Eizelle befruchtet, wird der neue Mensch ein Mädchen (XX) oder ein Junge (XY). Am ca. 6. Tag nach der Befruchtung sucht sich das befruchtete Ei einen Platz in der Gebärmutter und nistet sich dort ein. Gegen Ende der 3. Woche ist das Herz ausgebildet und beginnt zu schlagen. Verschmelzung von Ei- und Samenzelle Seite 2