Sterilisation Seite 1 Die Sterilisation ist eine operative Methode mit dem Ziel einer dauerhaften Unfruchtbarkeit. Weltweit ist die Sterilisation der Frau die am häufigsten verwendete Methode der Verhütung. Die Sterilisation des Mannes, Vasektomie genannt, wird erheblich seltener durchgeführt, obwohl sie vom Eingriff her wesentlich unkomplizierter und einfacher ist. Eine Sterilisation bietet sich nur an, wenn die Familienplanung definitiv abgeschlossen ist und ein bestimmtes Alter bzw. bestimmte Lebensziele erreicht sind. Unter 30 Jahren sollte sie nur durchgeführt werden, wenn medizinische Gründe vorliegen. Viele Frauen ändern ihre Einstellung zum Kinderwunsch noch zu einem späteren Zeitpunkt. Es gilt immer zu bedenken, dass sich im Leben in kürzester Zeit viel verändern kann, z. B. ein neuer Partner oder Scheidung, so dass vielleicht ein erneuter Kinderwunsch auftritt. Eine Sterilisation ist dann aber nur sehr schwer oder gar nicht mehr rückgängig zu machen. Die einzige Möglichkeit ist dann oft nur noch die künstliche Befruchtung. Vor einer Sterilisation muss sich das Paar gründlich überlegen, wer von beiden sich sterilisieren lässt. Zu berücksichtigen sind bei dieser Entscheidung u. a. Lebensalter des Partners, eventuelle Erkrankungen und vielleicht eine unterschiedliche seelische Belastbarkeit. Etwa jede dritte Frau, die sich für eine Sterilisation entschieden hat, bedauert im weiteren Verlauf diese Entscheidung auf irgendeine Weise. Doch nur 1 bis 3% der sterilisierten Frauen möchte die Operation wieder rückgängig machen. Die Chancen für einen solchen Eingriff hängen vom Ausmaß und der Lokalisation des zerstörten Eileiterabschnittes ab. Wurde eine so genannte Clip-Operation durchgeführt, ist die Zerstörung in der Regel am geringsten. Die Chancen für eine Schwangerschaft nach der Wiederherstellung der Eileiter beträgt ungefähr 80%, wobei das Risiko für eine Eileiterschwangerschaft erhöht ist.